des Magiers Träume

14. Februar 2015

„Gebt mir das Mädchen und den Jungen, dann werden wir weiterziehen.“
Als Adoran wieder vorne angekommen war, stellte er sich schützend vor die Beiden.
„Ihr habt einen meiner Männer getötet und einen bis auf Erkennungslosigkeit geschändet. Ich kann euch nicht ziehen lassen. Die Strafe… ist euer Tod. dreckiger Magier!“

Adryan zog seine Augenbrauen hoch.
„Dreckiger Magier? Ihr nennt mich einen dreckigen Magier? Ihr wisst wohl nicht, dass ihr selbst zwei Magier in euren Reihen habt… und ich will sie haben.“
Ungläubig blickte Darios drein.
Zwei Magier? Aber ich bin doch kein Magier. Er muss sich irren.
Adoran schaute ebenfalls ungläubig auf die Beiden herab.
Er hasste Magier.
Sie drehten die Gesetze, wie es ihnen gerade passte. Die Magiergilde wanderte am Abgrund ihrer Existenz und zog Schattenfall mit hinein. Dieser Krieg galt allein den Magiern. Weil sie sich aber in ihre Festung zurückzogen, mussten nun die umliegenden Länder leiden.
Diese Angsthasen.
„Ihr seid also nicht auf dem Weg nach Rotheim?“ Fragte er.
„Nein,“ sagte Larya entschlossen. „Wir wollen zur Magiergilde, um mich zur Magierin zu machen. Mein Bruder ist kein Magier.“
Daraufhin meldete sich Adryan wieder zu Wort. „Na wenn du meinst. Was ist denn nun, Hauptmann? Überlasst ihr mir die Beiden, jetzt wo ihr wisst, dass sie nur dreckige Magier sind?“ Adoran musste nicht lange nachdenken. Er hasste Magier…

Und doch war sie nur ein Kind und konnte nichts dafür.
Man wird einfach so geboren. Was man daraus machte, war entscheidend.
„Nein.“ sagte er. „Sie stehen unter meinem Schutz.“

„Na dann…“ entgegnete Adryan und schaute an Adoran vorbei auf die linke Felswand.
Ein undurchsichtiges Dickicht an Pflanzen schlängelte sich unnatürlicherweise an ihr hoch.
„Merkwürdiger Platz für diese Pflanzen, meint ihr nicht auch?“ fragte er Adoran.
Dieser weitete seine Augen.

Nein, er weiß es…
Hasaren hat ihnen auch das erzählt?

Es war Arush, der nach Aufforderung Adryans an einem Seil zog.
Daraufhin preschte das Dickicht mit einer enormen Geschwindigkeit herunter.
Es stellte sich als mit riesigen Stacheln versehenes Holzbrett heraus.
Einige konnten gerade noch so wegspringen, doch andere wurden regelrecht aufgespießt und zerquetscht.
Larya und Darios lagen am Boden und konnten ebenfalls gerade noch so wegspringen.
„Mein Bein!“ schrie sie.
Als Darios ihr Bein ansah, bemerkte er, dass Larya es nicht ganz geschafft hatte. Ihr Bein war von einem Stachel aufgespießt worden und hing fest. Jede kleine Bewegung zog Schmerzen nach sich, weshalb sie nun mitten im Schlachtengetümmel lag, denn nachdem die Stacheln heruntergesaust waren, rannten die Formosi sofort auf die restlichen Überlebenden zu.

Ein erbitterter Kampf begann.

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1 Kommentar
Cassandra
15. Februar 2015 @ 6:22

Eine sehr tolle Geschichte.
Das Ende ist sehr spannend geschrieben und macht Lust auf mehr.

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